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Leistungsspektrum

  • Anamnese und klinische Untersuchung
  • Diagnose und Therapie internistischer Erkrankungen z. Bsp.: Blutdruck oder Herzprobleme, Probleme des Magen Darm Trakt, Blutzuckereinstellung, ….
  • Präoperative Untersuchungen
  • Gastroskopie und Coloskopie in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Innere Medizin V am Standort Grieskrichen
  • Zuweisung notwendiger weiterführender Untersuchungen je nach Bedarf
  • Blutabnahme im Hauslabor, weiterführende laborchemische und serologische Untersuchungen am Klinikum Wels/ Grieskirchen mit Überweisung

Apparative Untersuchungen:

  •  Ergometrie (Belastungs-EKG)
  •  Langzeit – EKG
  •  Herzultraschall
  •  Bauchultraschall
  •  Ultraschall der Halsgefäße
  •  Kompressionsultraschall der Oberschenkelvene (Thrombosediagnostik)
  •  Schilddrüsenultraschall
  •  Leistenultraschall

Information zu Ergometrie (Belastungs-EKG)

Eine Ergometrie ist eine Untersuchung zum Ausschluss oder zur Feststellung einer koronaren Herzerkrankung. Meistens wird die Ergometrie in Form der Fahrradergometrie durchgeführt. Eine Ergometrie kann beim Internisten durchgeführt werden. Bestimmte spezielle Fragestellungen wie z Bsp. Risikoabschätzung nach Herzinfarkt, nach Coronarintervention, vor Beginn der cardialen Rehabilitation bleiben dem Facharzt für Kardiologie vorbehalten. Vor jeder Ergometrie erfolgt eine Anamnese (ärztliches Gespräch), eine körperliche Untersuchung, ein Ruhe-EKG und Bestimmung des Ruheblutdrucks. Bei Vorliegen eines pathologischen Herzgeräusches ist die Durchführung eines Herzultraschalls vorteilhaft.

Am Tag der Ergometrie sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Keine akute Erkrankung, kein Fieber, keine Blutdruckprobleme am Tag der Untersuchung Innerhalb der letzten 2 h keine Nahrungsaufnahme oder schwere körperliche Belastung, kein Alkohol oder Nikotinkonsum in den letzten 12 h

Testablauf:

  • Tragen Sie bequeme Kleidung und bequeme Schuhe
  • In Zweiminutenabständen steigt die Belastungsstufe um 25 Watt
  • Messung der Herzfrequenz und des Blutdruck in jeder Belastungsstufe
  • Das EKG wird fortlaufend aufgezeichnet
  • Abbruch der Untersuchung durch den Patienten bei Symptomen wie Luftnot, Herzschmerzen, Schwindel oder Erschöpfung
  • Abbruch durch den Arzt bei Auftreten von Abbruchkriterien
Anhand von Symptomen, oder EKG Veränderungen, die während der Untersuchung auftreten erfolgt eine weiter Abklärung primär mittels der Herzkatheter Untersuchung. Bei fehlenden Symptomen und EKG Veränderungen, oder bei fehlender Ausbelastung (Zielwerte der Belastungsstufe und des Herzschlags können nicht erreicht werden) kann manchmal die Durchführung eines Herz-CTs sinnvoll sein. Komplikationsraten der Ergometrie sind selten und liegen zwischen 1:10 000 bzw. 1: 250 000. Für diese Fälle ist eine entsprechende Notfallausrüstung verpflichtend. 

Ultraschall

  • Bauchultraschall: Untersuchung von Leber, Gallenblase und Gallenwege, Niere, Milz, Gefäße, Prostata, Harnblase und Darm
  • Ultraschall der Halsgefäße: Untersuchung auf Gefäßeinengungen und Gefäßverkalkung
  • Herzultraschall: Untersuchung der globalen Herzfunktion und von umschriebenen Wandbewegungsstörungen, überprüft den Schluss der Herzklappen und weist Einengungen und Undichtigkeiten nach
  • Kompressionssonographie der Oberschenkelvene: Bei fehlender Eindrückbarkeit der Oberschenkelvene im Ultraschall starke Hinweise für eine Venenthrombose (Gerinnsel)
  • Leistenultraschall: Nachweis eines Leistenbruchs
  • Schilddrüsenschall: Größenuntersuchung der Schilddrüse, Nachweis von Schilddrüsenknoten

Gastroskopie und Coloskopie

Die Gastroskopie ist eine Untersuchung des Magens und des Zwölffingerdarm mit dem Endoskop. Dieses Endoskop ist ungefähr fingerdick, nach allen Seiten beweglich und ermöglicht es das Organ von innen zu untersuchen.

Im Endoskop befindet sich der Lichtleiter, ein Bildleiter, eine Spül und Absaugvorrichtung, ein Arbeitskanal. Es kann Luft eingepumpt werden um das zu untersuchende Hohlorgan zu entfalten. Damit kann die Schleimhaut des Magen oder Darms besser untersucht werden. Aus auffälligen Schleimhautbezirken können Proben entnommen werden. Am Ende der Untersuchung wird die überschüssige Luft wieder abgesaugt.

Die Coloskopie ist die Untersuchung des Dickdarms und der letzten cm des Dünndarms vor der Einmündung in den Dickdarm. Die Magen und Darm Spiegelung werde ich in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Innere Medizin V am Standort Grieskirchen anbieten. Die Abteilung für Innere Medizin V ist Inhaber des Qualitätszertifikats für die Vorsorgecoloskopie der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie. Sie können diese Untersuchungen sowohl ambulant als auch stationär in Form einer Tagesaufnahme durchführen lassen. Manchmal ist es auch notwendig über Nacht im Krankenhaus zu bleiben.

Zur Magenspiegelung müssen Sie nüchtern sein und sollten nach 20.00 Uhr des Vortags nichts mehr essen. Unbedingt notwendige Medikamente (Blutverdünnung, Thrombozytenfunktionshemmer, Blutdruckmittel) sollte nur nach Rücksprache mit dem Hausarzt oder Internisten pausiert werden. Oft ist es sinnvoll die Blutdruckmedikamente am Morgen der Untersuchung mit einem kleinen Schluck Wasser einzunehmen.

Zur Darmspiegelung können Sie sich zuhause vorbereiten. Sie erhalten entweder vom Hausarzt oder von uns ein Rezept für die Abführlösung. Die letzten 3-4 Tage vor der Spiegelung sollten Sie den Verzehr von Obst, Gemüse und Salaten sowie Vollkornprodukten meiden, da dies die Vorbereitung und die Sicht bei der Darmspiegelung erschwert. Zum Mittagessen am Tag vor der Untersuchung sind z. Bsp. Suppe mit Teigwahren, Joghurt, Kompott zu empfehlen. Die Abführmaßnahmen werden am Vortag der Untersuchung zu Mittag begonnen. Nach 14.00 Uhr sollten Sie nur mehr viel trinken und auf feste Speisen verzichten. Wenn aufgrund vieler Begleiterkrankungen die Vorbereitung nicht sicher zuhause durchgeführt werden kann, ist ein kurzer stationärer Aufenthalt eventuell besser.

Die Magen und Darmspiegelung können sowohl ohne als auch mit „Spritze“ durchgeführt werden. Dafür werden Narkose-Medikamente benutzt. Diese Medikamente werden im Rahmen der Endoskopie aber in einer viel niedrigeren Dosis als bei der Narkose verwendet. Das heißt, man atmet selbst und die Schutzreflexe sollen erhalten bleiben. Deshalb werden diese Medikamente fraktioniert (in kleine Teilen) dosiert. Im Falle einer für den Patienten unangenehmen Wachheit kann jederzeit eine kleine Dosis des Medikaments nachgegeben werden. Bei sehr kranken Patienten kann es auch notwendig sein, von einer Spritze abzusehen oder einen Anästhesisten zur Untersuchung beizuziehen.

Oberstes Ziel bleibt die Sicherheit des Patienten. Während der Untersuchung werden der Puls, der Blutdruck und der Sauerstoffgehalt des Bluts überwacht. Nach der Untersuchung schläft man sich entweder im Ruheraum der Endoskopie oder auf der Bettenstation aus. In der Regel kann man am Tag der Endoskopie nach Hause gehen. Sollten endoskopische Eingriffe durchgeführt werden (Polypenentfernung ab einer bestimmten Größe oder Lokalisation, bei Blutstillung oder bei Aufdehnung von Engstellen im Magendarmtrakt) muss oft ein Verbleib über Nacht im Krankenhaus empfohlen werden. Im Rahmen einer Endoskopie werden oft Proben entnommen. Dies ist fast immer völlig unproblematisch, aber in ganz seltenen Fällen kann eine Nachblutung auftreten.

Sollte man zuhause plötzlich einen schwarzen Stuhl bemerken, Kreislaufbeschwerden bekommen (niedriger Blutdruck und schneller Herzschlag) oder blutig erbrechen, dann kontaktieren Sie bitte sofort den Hausarzt oder den diensthabenden Facharzt im Krankenhaus. Meistens ist dann eine Krankenhausaufnahme und neuerliche endoskopische Untersuchung zur Blutstillung notwendig, nur ganz selten muss operiert werden. Nach einer Untersuchung sowohl des Magens als auch des Darms sind oft Kontrollen notwendig. Diese richten sich nach der Diagnose, die bei der endoskopischen und histologischen Untersuchung der entnommenen Proben gestellt wurden. Diese Intervalle werden vom behandelnden Untersucher gemäß den Leitlinien empfohlen.